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Nr. 185 / Rohstoffe für die Energiewende / OVG Berlin-Brandenburg zu Regionalplan Havelland-Fläming

Borkheide, den 14.05.2018
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

"Rohstoffe für die Energiewende" so überschreibt Misereor (das Hilfswerk der katholischen Kirche Deutschlands) seine Studie vom Februar 2018.

Auch wenn die derzeitige "Energiewende" hin zu Sonnen- und Windkraft nicht prinzipiell in Zweifel gezogen wird, erfogt dennoch eine kritische Beleuchtung von Problemfeldern.

Zum Einlesen die nachstehenden Zitate:

"Die Welt hat in den letzten 50 Jahren mehr Rohstoffe verbraucht als in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor. Die globale Nachfrage nach Metallen wächst jährlich um 5 %. "

"... ist für die Errichtung von Windkraftanlagen und PVA (Photovoltaikanlagen) ein Vielfaches der metallischen Rohstoffe erforderlich, die für Atomkraftwerke oder fossile Kraftwerke mit einer vergleichbaren Kapazität an Energie benötigt werden würden.So beansprucht beispielsweise eine Windkraftanlage oder PVA im Vergleich zu einem fossilen Kraftwerk mit einer Megawatt-Leistung „die 15-fache Menge an Zement, 90 Mal mehr Aluminium und das 50-fache an Eisen, Kupfer und Glas.“ 

"Um im Zusammenhang mit den mineralischen Rohstoffen für die Endlichkeit zu sensibilisieren, sprechen Forscher/-innen von einem „Peak Minerals“ oder „Peak Metal“. Der Terminus wird von dem Begriff „Peak Oil“ abgeleitet und bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem die Extraktionsmengen der mineralischen Rohstoffe aus der Erdkruste das Maximum erreichen. Danach sinken die Abbaumengen wieder ..."

"Bei der Suche nach neuen Lagerstätten rücken die Entwicklungs- und Schwellenländer verstärkt in den Fokus nationaler und transnationaler Rohstoffkonzerne. In vielen dieser Länder gibt es noch unerschlossene Lagerstätten, außerdem sehen die dortigen Regierungen den Rohstoffreichtum als ein Entwicklungspotenzial an, das es zu nutzen gilt. Daher erhalten Konzerne in solchen Staaten relativ rasch und kostengünstig Bergbaulizenzen. So werden in vielen armen und ärmsten Ländern in Lateinamerika, Asien und Afrika mehr und mehr Lizenzen zum Abbau von Erzen vergeben, ein Trend, der sich auch in Zukunft fortsetzen wird. Das Problem ist aber: Zu oft ist der Rohstoffabbau in diesen Ländern mit schweren Menschenrechtsverletzungen, ökologischen Schäden und sozialen Konflikten verbunden."

... und prinzipielle Fragen werden gestellt:

"Mit Blick auf eine stetig wachsende Weltbevölkerung, zunehmenden Energiebedarf und begrenzte Ressourcen stellt sich die Frage, wie die Erde zukünftig mit diesen Herausforderungen umgehen wird. Hierbei gilt es auch, den westlichen Lebensstil kritisch zu hinterfragen, denn die großen Industrienationen wie Deutschland haben einen immensen Energie- und Ressourcenverbrauch. Ein Umdenken innerhalb der Gesellschaft ist deshalb nötig – nicht nur beim Energieverbrauch, sondern auch bei der Verkehrsmittelnutzung oder allgemein beim Konsumverhalten. Deutschland sollte nicht nur die Energiewende vorantreiben, sondern muss Maßnahmen zur Ener-gieeinsparung, Energieeffizienz und zu nachhaltigem Konsum weiterentwickeln und konsequent umsetzen. Dazu gehören politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen."

Planen Sie etwas Zeit ein und lesen Sie hier die gesamte Studie.

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Den Termin sollten Sie vormerken:
Am Dienstag, 26.06.2018, 09:30 Uhr, Saal 301 findet vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (Hardenbergstr. 31, 10623 Berlin) die öffentliche, mündliche Verhandlung zur Normenkontrolle des Regionalplanes Havelland-Fläming (Windenergie) statt. Wie berichtet, hatte ja u.a. die Stadt Beelitz den Antrag auf Normenkontrolle gestellt.

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Das sollten Sie wissen:
Das neue Internetportal www.mein-klimaschutz.de des Bundesumweltministeriums beantwortet ab sofort Fragen zum Klimaschutz zu Hause, unterwegs und beim Einkauf. Es zeigt Verbraucherinnen und Verbrauchern mit Tipps und Beispielen, wie sie wirksam CO2 vermeiden können. Bundesumweltministerin Svenja Schulze dazu: „Klimaschutz ist dann erfolgreich, wenn er die Bürgerinnen und Bürger einbezieht und zu sie bei Mitmachen unterstützt. Denn privat gibt es viele Möglichkeiten, den CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Dabei hilft nun ein neues Internetportal.“

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UND NATÜRLICH: Weiterleiten ist ausdrücklich erwünscht.

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Bitte informieren Sie sich auch unter www.waldkleeblatt.de.

Anregungen, Fragen oder Wünsche bitte an kontakt@waldkleeblatt.de.
Einen schönen Feiertag und ein (verlängertes) Wochenende wünscht Ihnen
Ihr Dr. Winfried Ludwig
Einen guten Start in das Wochenende wünscht Ihnen
Ihr Dr. Winfried Ludwig

Vorsitzender Waldkleeblatt - Natürlich Zauche e.V.
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